„DIE MÜNCHNER FAHREN VOLL AUF WINTERSPORT AB. DIESEN SPIRIT SPÜRT MAN JETZT ÜBERALL IN DER STADT!“

Wo finden Hobbysportler im Münchner Winter Action? Laura Brauer weiß es: Im Dezember geht’s ans Sudelfeld, da wartet das Winterabenteuer, ob im Snowpark oder beim Freeride-Cross. Ab und an reizt Brauer auch der  Adrenalinkick auf Kufen. Dann saust sie die Rodelbahn am Wallberg hinunter, definitiv nichts für Angsthasen. Seit fünf Jahren ist sie jetzt Wahlmünchnerin – und das mit Begeisterung. „Das Kaiserwetter, die Seen und Berge im Umland, der Englische Garten – eine Top-Stadt für Outdoor-Fans“, sagt Brauer. Die 37-Jährige, die bei der „Hamburger Morgenpost“ lange als Redakteurin gearbeitet hat, schreibt als freie Autorin und weiß, was die Stadt umtreibt – ob neue Fitness-Sportarten wie „­Animal Athletics“ oder hippe Triathlons mit Yoga und Live-DJ. Wo und wie man das ausprobieren kann? Auf den nächsten Seiten steht es. Worauf sich die umtriebige Journalistin am meisten im Winter freut? Ganz klar: auf das Alm-Feeling! Und das gibt es sogar mitten in der Stadt – in der eigens aufgebauten Winter-Alm im Hofbräugarten am Wiener Platz. Prost!

Crosslauf

Zum Startschuss bimmelt zwar die Kuhglocke. Ansonsten hat der Olympia–Alm-Cross aber nichts mit alpiner Gemütlichkeit zu tun. Hobby- und Spitzenläufer treffen sich am 12. November 2017 zur vierten Auflage der Veranstaltung auf dem Plateau des Olympiabergs. Das Programm beinhaltet Distanzen für Groß und Klein zwischen 600 und 8.800 Meter. Hartgesottene laufen ohne Schuhe! Ein Barfußlauf eröffnet das Crosslauf-Erlebnis auf der welligen Rasenstrecke. Das grandiose Panorama über den Dächern der Stadt ist ausschlaggebend für den Erfolg des Top-Laufs und lockt auch die Cross–Elite an. Praktisch: Kurzentschlossene haben bis eine Stunde vor dem jeweiligen Lauf die Möglichkeit, sich vor Ort anzumelden. Und der Olympia-Alm-Cross ist nicht der letzte Termin für Läufer. Der MRRC Silvesterlauf über zehn Kilometer durch den Olympiapark mit zuletzt mehr als 2.300 Teilnehmern ist ein Klassiker und lässt das Sportjahr am letzten Tag des Jahres ab 12.30 Uhr perfekt ausklingen!

Weitere Infos: www.olympia-alm-cross.dewww.silvesterlauf-muenchen.de

Laufen im Winter
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Wanderlust

Die Amerikaner haben ein neues Lieblingswort und das heißt: Wanderlust. So nennt sich auch das Festival aus den USA, das München seit zwei Jahren bereichert. Der Clou: Es beinhaltet den „Mindful Triathlon“, bestehend aus einem 5-km-Lauf, 75 Minuten Yoga mit Live-DJ und Meditation. Klingt skurril? Ist aber der Renner. In den USA pilgern jährlich 100.000 Teilnehmer zur „Wanderlust“. Darunter auch Top-Models. Der Lauf ist easy. Motto: Egal ob du rennst oder schlenderst – Hauptsache, du kommst an. Also rein in die Sneaker, sich warm laufen und Early-Bird-Tickets für 2018 sichern – das Festival rund um Sport und Achtsamkeit ist hip!

Weitere Infos: www.wanderlust.com

Rodeln

Eine der längsten und schönsten Winterrodelbahnen Deutschlands gibt es zweifellos am Blomberg bei Bad Tölz – weniger als eine Stunde von München entfernt. Von der Bergstation am Blomberghaus vorbei führt die teilweise ziemlich steile Strecke 5,5 Kilometer durch den verschneiten Wald zur Talstation. Eine Beschneiungsanlage sichert den Winterspaß. Ungeübte sollten vorher noch einmal online alle Verhaltenstipps studieren. Dann kann’s losgehen! Am Fuße des Blombergs schlängelt sich zudem die auf Schienen geführte Alpen-Achterbahn „Blomberg Blitz“ über den Hang. Auf knapp 1.300 Metern kann man hier mit bis zu 40 km/h Steilkurven, Doppelwellen, Kreisel, Twister und Jumps hinuntersausen. Auch im Winter! Für die Schlitten gibt es Acrylglashauben.

Weitere Infos: www.blombergbahn.com

Eisstockspiel

Eisstockschießen ist ein Altherrensport? Von wegen! Der bayerische Winterspaß feiert sein Revival als Trendsport. Neuerdings geht es nicht nur darum, wer mit den Stöcken näher an die „Daube“ herankommt. Bei dem einen oder anderen Getränk wird auch wild über Taktik gefachsimpelt. Die meisten Natureisbahnen sind am Nymphenburger Schloss. Bereits nach einer Woche mit Minusgraden wird das Eis am Kanal oft für den Traditionssport freigegeben. Wetterunabhängig sind die synthetischen Kunsteisbahnen von Like-Ice. Spielen kann man direkt neben dem Chinesischen Turm oder auch abends bei Scheinwerferlicht in den Winterbiergärten vom Parkcafé oder der Menterschwaige. Statt Bier gibt’s natürlich Glühwein.

Weitere Infos: www.eisstockschiessen-muenchen.de

Rodeln
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Zugspitzbahn

Endlich! Ein Projekt, das Berg-Geschichte schreibt, geht am 21. Dezember in Betrieb: die neue Seilbahn für die Zugspitze – den höchsten Berg Deutschlands. Allein die Planungsphase dauerte drei Jahre. Logistisch ist das Ding ein Meisterwerk. Vom Stahlträger bis zum Beton musste alles auf den Punkt genau auf knapp 3.000 Metern angeliefert werden, da es fast keine Lagermöglichkeiten gab. Nach drei Jahren Bauzeit hält die neue Seilbahn nun schlappe drei Weltrekorde: höchste Stahlbaustütze für Pendelseilbahnen (127 Meter), größter Gesamthöhenunterschied von 1.945 Metern in einer Sektion und längstes freies Spannfeld mit 3.213 Metern. Außerdem kommen die Gäste rekordverdächtig komfortabel und schnell auf Deutschlands höchsten Berg. Dank der beiden bodentief verglasten Seilbahnkabinen inklusive Scheibenheizung haben Zugspitzbesucher eine geniale Sicht auf die Landesgrenze Bayern–Tirol oder das Karwendelgebirge. An schönen Tagen reicht der Blick sogar bis nach München. Oben angekommen empfängt Wintersportler dann ein Top-Skigebiet! Schneekanonen? Braucht hier niemand! Die Höhenlage zwischen 2.000 und 2.720 Metern garantiert auf dem Zugspitzplatt bis Mai Naturschnee – mit 20 Kilometer Pisten für Familien und Anfänger ebenso wie für geübte Carver und Snowboarder. Vorher lohnt sich noch ein Abstecher bei der Skischuhoffensive von Karstadt Sports – mit Bootfitting und Mifitto-Fußscan. Und dann ab auf die Kufen!

Weitere Infos: www.zugspitze.de, www.karstadtsports.de

Crossfit

Deine Reebok Experience beginnt jeden Donnerstag und Samstag in deiner Karstadt Sports-Filiale. Egal wie viel Erfahrung du mitbringst, bei den Reebok Workouts lernst du von erfahrenen CrossFit®-Coaches, die das Training extra aus den lokalen sogenannten CrossFit®-Boxen zu uns in die Karstadt Sports-Filiale bringen. CrossFit® ist eine Trainingsmethode, die aus den USA stammt und alle wichtigen körperlichen Fähigkeiten fordert und trainiert. Hierfür werden die effektivsten Übungen aus unterschiedlichen Sportarten immer wieder anders kombiniert. Dabei stehen bei jedem Training verschiedene Aspekte im Fokus: mal sind es Technik und Flexibilität, mal Ausdauer und/oder Kraft. Das Ergebnis ist ein sogenanntes Workout of the Day (kurz: WOD), das täglich variiert.  Neben den sportlichen Herausforderungen kannst du während der Trainingseinheiten die neuesten Reebok CrossFit®-Produkte testen und dir ein kostenloses Reebok Shirt sichern. Sobald du eine Trainingsreihe erfolgreich abgeschlossen hast, erhältst du außerdem ein Reebok Goodie Bag.

Alle Informationen zu den Workouts, den Coaches und zu CrossFit® allgemein findest du unter www.reebokexperience.de

TRX-Training

Der Schlingentrainer TRX hat die weltweite Fitness-Szene im Sturm erobert. Es ist aber auch so praktisch! Hanteln, Maschinen und Gewichte? Wer sein Gurtsystem TRX dabei hat, benötigt nichts als eine Möglichkeit zur Befestigung, egal ob an einem Ast oder einem Türrahmen, und das eigene Körpergewicht – schon kann das Workout losgehen. Und der Hype um Tubes, Poles und Rolls reißt noch lange nicht ab! Jetzt bekommt das intensive Ganzkörper-Workout ein paar „Geschwisterchen“ mit verwandten Trainingsgeräten. Bulgarian Bags und Battle Ropes haben sich in Münchens fortschrittlichen Studios schon etabliert. Vor allem der Bulgarian Bag bereichert das Functional Training. Mit dem sandgefüllten ledernen Sack in Form eines Halbmondes lassen sich eine Vielzahl an Kraft- und Ausdauerübungen durchführen. Der gesamte Körper wird trainiert, die Griffe am Sandsack sprechen außerdem die Unterarmmuskulatur an. Erfunden hat ihn ein Profi-Ringer. Doch auch fernab vom Ring, nämlich beim EMS-Training (Elektrostimulation), wird der Bulgarian Bag neuerdings integriert.

Infos z. B. beim Munich Fightclub in Bogenhausen: www.munichfightclub.de

Fitness und Springen
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Aussie Rules

Was ist das? Ein „Ei“, 18 Spieler, jede Menge Gebrüll, keine Abseitsregel und kein Torwart. Es sieht aus wie Rugby, ist jedoch viel schneller und ähnelt Fußball und Handball: Beim Australian Football (auch Aussie Rules) kommt es auf Geschwindigkeit, Athletik und körperliche Robustheit an. Und ein Wahlmünchner hat den toughen australischen Nationalsport hier bei uns wie ein Missionar bekannt gemacht. Der gebürtige Australier Julien Kann ist Initiator der Munich Kangaroos, gleichsam Trainer und Spieler des Clubs und gründete 2003 die Australian Football League in Deutschland (AFLG). Inzwischen gibt es acht Vereine zwischen Hamburg und Bayern. Ihre Spiele tragen die Münchner im Hirschgarten aus – auf einem elliptischen Feld mit enormen Maßen bis 185 Meter Länge und 155 Meter Breite. Die Regeln sind tricky, und Tackling ist aus jeder Richtung erlaubt. Der Ball kann per Fuß, Faust oder Schlag mit der offenen Hand gespielt werden. Er darf aber nicht geworfen werden. Das muss man sich selbst ansehen, um es zu verinnerlichen – am besten beim Training oder den Ligaspielen im Hirschgarten. Anmeldungen von Gastspielern sind immer erwünscht!

Liga-Infos: www.aflg.de
Trainings-Infos unter: www.aflg.de/die-liga/munich-kangaroos/

Royal Bavarians

Wenn der 1. FC Vollpfosten gegen die Jungs von Veuve Trikot antritt oder Juventus Urin gegen den FC Bäääm,  dann ist das kein Gag – sondern feinster Münchner Freizeitfußball: die Royal Bavarian Liga! 196 Mannschaften mit rund 6.000 Spielern kämpfen hier jede Saison um Punkte, Aufstiege und Pokale. Die Münchner Meisterschaft der Hobbyfußballer wird schon seit 33 Jahren ausgetragen! Goldene Regel: Der Ehrgeiz, um einige Ränge besser zu sein, darf nie wichtiger werden als der Wunsch, mit allen Fußballfreunden nach dem Spiel noch entspannt ein isotonisches Getränk zu genießen. Stefan Mohme ist seit 1996 Chef der Royal Bavarian Liga (RBL) und ruft die fünf Grundprinzipien aus: „Respekt, Wettkampf, Fairness, Freude und Tricks sind bei uns gewünscht.“ Von Mannschaften oder Spielern, die sich daran nicht halten, trennt sich die RBL schnell wieder. Auch dürfen pro Team nicht mehr als zwei Kicker parallel in einem „richtigen“ Verein Fußball spielen. Unterm Strich heißt das: Wer das Ganze zu verbissen und ernst nimmt, ist in der RBL falsch. Alle anderen haben hier so richtig Spaß!

Genau wie im regulären Fußball wird über 90 Minuten auf markierten und gepflegten Großfeldplätzen gespielt. Doch es gibt ein paar Dinge, die sich vom professionellen Spielbetrieb unterscheiden. So dürfen ausgetauschte Spieler in der RBL beliebig oft zurück aufs Feld gewechselt werden. Und neue Mitwirkende können ohne Spielerpass direkt an den Start. Bürokratische Strukturen? Gibt’s nicht. Auch keine festen Spieltage. Stattdessen wird den Teams zu Saisonbeginn ein Rahmenkalender gegeben, der vorgibt, bis wann ein Spiel absolviert sein muss. Den genauen Zeitpunkt, die Organisation von Spielfeld, Schiedsrichter und die Terminabsprachen mit den Gegnern – all das regeln die Mannschaften selbst. Im Winter werden Hallenturniere veranstaltet. Mitmachen? Immer gern! Viele
RBL-Teams sind auf der Suche nach Verstärkung.

Weitere Infos: www.royalbavarianliga.de

Fußball Zweikampf
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Indoor-Fussball

Wer im Herbst und Winter Fußball spielen will, kann in München bei jedem Wetter auf den Kunstrasen einer Soccerhalle ausweichen. Eine Institution ist die „SoccArena“ im Olympiapark. Gespielt wird auf fünf Courts auf blauem Kunstrasen zwischen gepolsterten Banden. Und die sind oft und schnell ausgebucht. Unkompliziert geht es in der „Soccerworld“ in Moosach zu: Wer zu den Hauptzeiten partout keinen Platz findet, kann auch noch von 23 Uhr bis ein Uhr nachts spielen. Im Münchner Osten wird im „Sport(t)raum“ bei Flutlicht und auf Wunsch mit Club-Beats gekickt. Da sieht man dann auch schon mal Ex-Profis wie Miroslav Klose, Benni Lauth, Christian Karembeu oder Jens Lehmann beim Freizeitspiel auf dem Nebenplatz. Der TSV 1860 ist hier zudem regelmäßig zu Gast. Die Löwen trainieren mit ihren U13- bis U 19-Mannschaften im „Sport(t)raum“. Erstmals in München gibt es dort seit Neuestem die vollautomatisierte „Kick Up 5“-Torwandarena mit Ballrücklauf. So wird Torwandschießen zum Spiel mit Suchtpotenzial. WM-Legende Klaus Augenthaler hat die ausgeklügelte Technik bereits getestet und für großartig befunden!

Weitere Infos: www.sporttraum.de, www.soccarena-olympiapark.dewww.soccerworld-muenchen.dewww.meetup.com
Indoor-Fußball: www.soccer-in-hamburg.de