Dir fällt Achtsamkeit im Alltag schwer? Du hast das Gefühl, Körper und Geist sind nicht im Einklang? Wir zeigen dir, wie du deine Wahrnehmung durch Sport trainieren kannst.

Achtsamkeit ist mehr als nur ein Trendwort. Achtsamkeit hilft, unseren Alltag zu entschleunigen und Stress zu reduzieren. Sie lässt uns unseren Körper, unsere Emotionen und unseren Geist besser wahrnehmen. Es ist der Weg zurück in den Augenblick. Und gerade Sport ist eine unglaublich tolle Möglichkeit, Achtsamkeit zu trainieren. Ganz nebenbei wird auch noch dein Körper geformt und gestrafft.
Du kennst vielleicht das Gefühl, beim Sport komplett abschalten zu können und Stress einfach zu vergessen. Dabei eignen sich einigen Sportarten besonders gut für das Training der Achtsamkeit. Hier kommt unsere Top 5:

1. Pilates: Aktiviere dein Powerhouse!

Pilates stärkt Körper und Geist. Bei dieser Sportart hälst du eine gewisse Grundspannung über das ganze Training hinweg und spürst so deinen ganzen Körper. Vor allem die Tiefenmuskulatur deines Rückens und der Körpermitte, die dir Stabilität geben und deinen Körper tragen.
Das macht es dir einfach, achtsam in die Bewegungen zu gehen und deine Gedanken ausschließlich auf deinen Körper zu richten. Damit bist du automatisch im Hier und Jetzt und hast keine Zeit für überflüssige Gedanken.

2. Bouldern: Hoch hinaus!

Beim Boulder kletterst du an Wänden oder über Felsen, ganz ohne Seil. Dabei musst du immer wieder neue Wege finden, wenn die eigentliche Route nicht funktioniert. Wie kommst du weiter? Wo setzt du den Fuß als nächstes hin? Du bist voll konzentriert. Du nimmst deine Umgebung achtsam wahr und erreichst so Schritt für Schritt dein Ziel. Bei schlechtem Wetter kannst du in eine Boulder-Halle – eine tolle Möglichkeit für dein Krafttraining ohne Trainingsgeräte.

3. Slackline: Alles in Balance!

Slacklining sieht aus wie Seiltanzen auf einem Gurtband. Die sogenannte Slackline wird zwischen zwei Bäumen, Laternen oder Säulen gespannt. Ziel ist es, von einem Ende zum anderen zu balancieren – natürlich ohne runterzufallen. Ganz bewusst setzt du einen Fuß vor dem anderen. Du spürst das Band unter deiner Fußsohle. Diese Bewegungen sind so neu für deinen Körper, dass du ganz bei der Sache bist. Du musst in dich hineinhorchen: An welcher Stelle stockst du? Wann fängt das Band an zu wackeln? Wann tut es unter deinen Füßen weh?
Slacklining macht unglaublich viel Spaß und schärft dein Bewusstsein von Körper und Geist. Und du trainierst deinen ganzen Körper, da du die ganze Zeit das Gleichgewicht halten musst. Zudem kannst du überall üben und es kostet nicht viel.

4. Yoga: Der Schlüssel zur Achtsamkeit!

Yoga ist die Achtsamkeitsschule schlechthin. Diese alte philosophische Lehre umfasst hauptsächlich das Zusammenspiel zwischen Atmung und Bewegung. Bei Sonnengruß über Kobra, Krieger und Hund ziehst du dir Stabilität und Kraft aus der Erde. Schon beim bewussten Ein- und Ausatmen merkst du wo Verspannungen liegen.
Die Yogapraxis ist ein Weg, loszulassen, zu atmen, dich zu entspannen, Kraft zu tanken, den Geist voll und ganz auf dich zu konzentrieren und zu meditieren. Du bist im Hier und Jetzt, in Balance mit Körper und Geist. Probiere Yoga mal morgens, die Sonnenstrahlen bringen dir gleichzeitig noch mehr gute Laune.

5. Barfußlaufen: Aktiviere deine Wahrnehmung!

Wann hast du das letzte Mal die Schuhe ausgezogen und bist über eine Wiese gelaufen? Viel zu lange her, oder? Dabei ist es so einfach und so gesund. Probiere es gleich aus. Ziehe deine Schuhe und Socken aus und spüre genau in deine Füße hinein. Wie fühlt sich der Boden an? Drückt er? Kitzelt er? Ist er kalt?
Durch das Laufen ohne Schuhe verbesserst du deine Haltung und trainierst rund 30 Muskeln. In Schuhen werden diese gar nicht erst beansprucht. Nicht umsonst ist Barfußlaufen auch eine Maßnahme in der Psychotherapie. Warum nicht also für das tägliche Achtsamkeits-Training einfach die Schuhe ausziehen?

Extratipp: Probiere eine neue Sportart

Eine neue Sportart wird deine Wahrnehmung für deinen Körper schärfen. Du musst dich auf die eigentliche Bewegung konzentrieren. Die Todo-Liste für den nächsten Tag hat da gar keinen Platz in deinem Kopf. Du bist automatisch bei dir. So lernst du Achtsamkeit fast ganz von allein. Aber wie gesagt, Achtsam sein bedeutet, bewusst im Augenblick zu sein. Dafür reicht es, wenn du barfuß bist. 😉

Egal, ob du Yoga ausprobieren willst oder barfuß beginnst, verinnerliche folgende 10 Sätze:

  1. Sei ganz bei dir
  2. Spüre in deinen Körper
  3. Schöpfe neue Kraft
  4. Atme bewusst
  5. Lass dich auf neue Erfahrungen ein
  6. Schalte total ab
  7. Höre auf deine innere Stimme
  8. Finde deine Dynamik
  9. Sei im Hier und Jetzt
  10. Finde deine Balance

Worauf wartest du also noch?