Zum Beachbody in kurzer Zeit? Mit CrossFit kein Problem! Das neue Trainingskonzept für jedermann ist momentan nicht nur wegen seiner Effizienz angesagt

Abgerechnet wird am Strand! Der Sommer steht vor der Tür – und wie immer viel zu schnell. Höchste Zeit für den Startschuss zum vorzeigbaren Beachbody mit Sixpack. Helfen kann dabei das neue Fitness-Konzept Crossfit. Dabei wird der Körper in intensiven Einheiten an die Leistungsgrenze und darüber hinaus gebracht. So lassen sich schnell eine gute Fitness und ein gutes Körpergefühl aufbauen.

Mann trainiert Crossfit
Foto © henning-photographie.de

Keine Sorge: Das komplexe Training ist tatsächlich für jedermann geeignet. Alle reden von Crossfit, aber was macht man da eigentlich? Einer, der es wissen muss, ist Dominik Jochem. Der Crossfit-­Coach ist eine Koryphäe in der rasant wachsenden Szene. Dabei kam der gebürtige Hamburger selbst erst vor knapp drei Jahren zum Trainingskonzept aus den USA. „Crossfit ist eine Kombination aus Gewichtheben, Ausdauereinheiten, Eigengewichtsübungen und Elementen aus dem Turnen. Was mich daran so begeistert, ist die Komplexität und Zusammenstellung der Übungen. Wer sich für diese Trainingsmethode entscheidet, bekommt schnell ein neues Grundgefühl und ein besseres Verständnis für seinen ganzen Körper. Vor allem der Transfer in den Alltag ist sehr groß.“ Der studierte Fitness-Ökonom machte sein Hobby zum Beruf und liebt es, „Menschen an ihre individuellen Leistungsgrenzen zu bringen“. In lockerer Jogginghose und enger Funktionskleidung am Oberkörper treibt Dominik als Head-Coach in der Hamburger Crossfit-Box von „CF20457“ die Besucher seiner Kurse an. Immer wieder korrigiert der 28-Jährige, wenn ihm Übungen nicht sauber genug ausgeführt werden.

Frau trainiert Crossfit
Foto © Arne Hoffmann Fotografie

Die Fitness-Programme hat er dabei größtenteils selbst entwickelt. Er erklärt: „Ziel ist es, dass man beim Crossfit nicht in einer Disziplin besonders gut wird, sondern in allen Disziplinen ein hohes, ausgewogenes Niveau erreicht. Spürbare Erfolge stellen sich schnell ein.“ Crossfit selbst ist dabei nicht einfach nur ein Begriff, sondern tatsächlich eine geschützte Marke. Im kalifornischen Santa Cruz wurde das Programm ursprünglich als Ausbildungstool ausschließlich für Polizisten vom ehemaligen Leistungsturner Greg Glassman entwickelt. Die Effektivität sprach sich schnell herum. Dann entstand der Boom, jetzt auch bei uns.

Crossfit Training Push-Up auf einem Arm
Foto © henning-photographie.de

Wer nun bei einer Crossfit-Box an ein typisches Fitness-Studio denkt, wird allerdings enttäuscht. In den meist sehr rudimentär eingerichteten Studios geht es spartanisch zur Sache – unnötiger Schnickschnack wie Fernseher, Spiegel oder ergonomisch geformte Fitness-Geräte sind bewusst Mangelware. Im Fokus steht das Training. Coach Jochem sagt: „Es wird viel mit dem Eigengewicht des Körpers und Elementen aus dem olympischen Gewichtheben gearbeitet.“  Einfache Werkzeuge wie Langhanteln und Springseile reichen aus, um den Körper bei anspruchsvollen Einheiten herauszufordern. Die Übungen innerhalb eines Kurses sind zwar nicht neu, aber Zusammenstellung und Aufbau der einzelnen Workouts machen den Unterschied aus. Eine sogenannte „Class“ dauert nicht lange, ist dafür aber extrem intensiv. Nach rund 60 Minuten ist die Power-Einheit vorbei, der Körper dafür aber komplett ausgelaugt. Viele Wiederholungen in möglichst wenig Zeit, fast durchgehend hoher Puls und nur kurze Ruhepausen. Das ist Intervalltraining am körperlichen Limit. Viele Crossfitter gehen konsequent an die Grenze ihres Leistungsvermögens. „Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination sind Kern­elemente eines jeden Workouts. Diese fünf motorischen Grundfähigkeiten der Trainingslehre werden beim Crossfit geschult“, erklärt Jochem, der begeistert ist, dass dieses Training „eine gelungene dynamische und vor allem vielseitige Abwechslung zum Fitness-Studio ist“. Besonderer Vorteil: „Grundsätzlich ist Crossfit für jeden geeignet, solange keine immensen Einschränkungen im Bewegungsapparat vorliegen oder eine frische Operation vorausgeht. Das Pensum wird individuell an die eigene Leistungsfähigkeit angepasst.“ Die Community, das gemeinsame Erklimmen des Leidenshügels, ist dabei ein wichtiges Element der Schinderei. Der kompetitive Charakter eines jeden Workouts wird durch die anderen Mitglieder in der Gruppe forciert. Anfänger trainieren mit Profis, ältere Menschen mit Jungspunden, Frauen mit Männern.

Wie lautet das berühmte  Motivations-Motto für mehr Gruppendynamik: „Teamwork makes the dream work!“ Jochem erklärt: „Das Workout in der Gruppe ist ein wichtiger Bestandteil. Nicht zuletzt durch das Training mit Freunden überwindet man wesentlich leichter den inneren Schweinehund.“Und das ist am Ende die Kernkompetenz beim Crossfit: der gute Kampf gegen sich selbst.

Crossfit Team klatscht sich ab

Weitere Infos:
www.crossfit20457.com

www.reebok.de/crossfit