Der Bike-Sport im Tessin boomt. Und dies nicht erst seit den MTB Weltmeisterschaften 2003 am Monte Tamaro. Denn das Tessin ist perfekt für Bike-Urlaub geeignet. Zahlreiche Profirennfahrer leben im Tessin, denn dank der Alpen wird die Gegend von den nordischen Klimaeinflüssen geschützt, die Seen begünstigen ein mediterranes Klima und die Region bietet viele Trainingsmöglichkeiten. Jüngst wurden einige neue Velo- und Mountainbike-Wege eröffnet, so dass ein gutes Angebot mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden anzutreffen ist. Außerdem wird laufend in die Infrastruktur investiert. Die neue Berghütte Capanna Monte Bar auf 1.600 Metern Höhe ist ein Beispiel dafür. Am Luganersee oder am Lago Maggiore beginnen die Touren auf 200 bis 300 Höhenmetern, ideal also um die Gegend 365 Tage im Jahr auf zwei Rädern zu erkunden. www.ticino.ch/mtb

Mit dem Rad in den Bergen von Lugano

Ein alpines Paradies für Bike-Fans

Wären Lugano und seine Täler ein Amphitheater, so wäre der Monte Bar definitiv die exklusive VIP-Lounge. Denn vom 1816 Meter hohen Gipfel haben Besucher eine atemberaubende Aussicht auf die zu Füßen liegende Stadt, den Luganersee und die umliegende Bergwelt. Etwas weiter unten, auf 1620 m. ü. M., wurde vor genau 80 Jahren die erste Capanna Monte Bar errichtet. 2016 hat man sie abgerissen, um einer neuen, modernen Berghütte Platz zu machen. Die Konzeption des mit Holz verkleideten, würfelartigen Gebäudes stammt vom jungen Architektenduo Oliviero Piffaretti und Carlo Romano aus Mendrisio. Die neue Berghütte liegt an der beliebten Mountainbike-Strecke „Lugano Bike“ und ist Etappenziel einiger wichtiger Wanderrouten. So können sich Naturfreunde und Mountainbiker seit 2017 über die neue Anlaufstelle in den Tessiner Bergen freuen.

Geführt wird die Hütte von Alessandro Müller und Jvan Cattaneo. Die beiden gelernten Köche arbeiteten in zahlreichen namhaften Hotels und Restaurants von Dubai bis St. Moritz bevor sie sich auf dem Monte Bar den Traum verwirklichten, inmitten der geliebten Natur und Bergwelt zu leben und zu arbeiten.  Im Restaurant mit großem Kamin verwöhnen sie ihre Gäste mit lokalen Spezialitäten. Dank der Fensterfront genießen Gäste dazu das Alpenpanorama im Inneren ebenso wie auf der grossen Außenterrasse. Die neue Capanna Monte Bar bietet Schlafmöglichkeiten für 50 Personen, Seminarräume sowie auf Bike Gäste ausgerichtete Serviceleistungen wie E-Bike-Ladestationen, Merida Werkstatt-Point, Bike-Abstellraum und eine Kleider-Waschmaschine. www.capannamontebar.ch

Mountainbiking in Lugano

Mountainbike-Touren im Tessin

Mit SchweizMobil, der Plattform für Wander- Mountainbike- und Velotouren in der Schweiz, können Radtouren bequem im Voraus geplant werden. Zur Auswahl stehen unzählige Naturwege entlang der Tessiner Täler, Seen und Flüsse. Zu den beliebtesten Strecken zählt die Route 66 Lugano Bike und der Mountainbikeweg Alta Verzasca Bike, Nr. 366. www.schweizmobil.ch

Mountainbiking in Ascona bei Locarno

Mit dem Bike durch das Maggiatal

Vorbei an pittoresken Dörfern, Tessiner Steinhäusern, alpiner Gebirgskulisse mit tiefen Schluchten und tosenden Wasserfällen führt dieser in 2016 mit dem „Prix Velo Infrastruktur“ ausgezeichnete Veloweg entlang der Maggia, die mit ihrem kristallklaren Wasser an heißen Sommertagen unterwegs zum Baden einlädt. Diverse Grotti locken immer wieder mit regionalen Köstlichkeiten zur gemütlichen Einkehr. Die ausgeschilderte Radtour ins Maggiatal überwindet von Locarno bis Cavergno nur 257 Höhenmeter und ist wo immer möglich, abseits der Kantonsstrasse auf der ehemaligen Eisenbahnstrecke angelegt. Von Locarno aus geht es auf einem Schotterweg der Maggia entlang nach Ponte Brolla in dessen spektakulärer Schlucht jährlich die europäischen Meisterschaften im Klippenspringen stattfinden.

Einen süßen Stopp verspricht die Panetteria Poncini in Maggia, die sich unter anderem auf die Produktion von Panettone spezialisiert hat. Für Kulturinteressierte, die mehr über dem Menschen und die reiche Natur in einem südalpinen Tal erfahren möchten, ist das Museum des Maggiatals in Cevio eine interessante Etappe auf der Tour. Und als Mitbringsel für zu Hause eignet sich der Pepe Valle Maggia. Erfinder des mit Tessiner Kräutern, Weißwein und Grappa aromatisierten Pfeffers ist Virgilio Matasci vom Artigianato Punto Verde in Bignasco, wo das Gewürz erhältlich ist. In Cavergno, wo Maggia und Bavona zusammenfliessen, endet die Tour. Die Strecke ist Teil der Schweiz Mobil Route 31 des „Percorso Valle Maggia“, welcher in einer ersten Etappe von 22 Kilometern von Bellinzona nach Locarno und in dieser zweiten, 35 Kilometer langen Etappe von Locarno nach Cavergno führt. www.fahrradparadies.ticino.ch