Profiliga? Vielleicht! Joris Bestert, Nachwuchstalent bei den PSK-Lions, punktet mit imposanter Wurftechnik.

Vor zweieinhalb Jahren bekam Joris Bestert im Schulsport das erste Mal einen Basketball in die Hand gedrückt. Heute spielt der 14-Jährige im JBBL-Team der PSK-Lions. „Es macht einfach Spaß“, erklärt Bestert, der früher Fußballer, Turner und American Footballer war. Sein Lehrer sah sein Talent auf dem Parkett und schickte ihn in den Basketballverein. Der ehemalige Basketballprofi -Georg Vengert und Zweitligaspieler Dmitrij Kreis, die Trainer des JBBL-Teams, nahmen ihn beim PSK unter ihre Fittiche. Mit dem Jugendteam schaffte Bestert die Qualifikation für die Jugend-Basketball-Bundesliga. Was der Sport für ihn ausmacht? „Es passiert immer etwas, er ist sehr schnell.“ Konzentration sei das Wichtigste, wenn man den Ball von der Dreierlinie aus in den Korb kriegen will, sagt der 1,82 Meter große Landauer – „und Übung“. Seine Stärke sind die Dreier nicht unbedingt, aber er findet einen Weg zum Korb oder „kann gut passen“, überlegt Bestert.

Was sein Talent ausmacht, das wissen seine Coaches. „Er saugt alles auf wie ein Schwamm. Man zeigt ihm eine Übung, und er setzt sie um“, erklärt ProA-Profi Kreis. „Bereits beim ersten Training hat Joris Bewegungen gehabt, die denen eines -Basketballers entsprechen, ohne jemals Basketball gespielt zu haben“, ergänzt Vengert. Bestert ist bescheiden. Obwohl er mittlerweile weiß, was er kann, nimmt er sich zurück. „Er ist keiner, der sein Ego raushängen lässt, sondern sich in den Dienst der Mannschaft stellt“, lobt Coach Vengert. Bestert ist ein Teamplayer, kann aber auch drei Mal hintereinander den Ball nehmen und das Spiel entscheiden. „Die Mischung stimmt.“ Zu lernen, wo man als Basketballneuling den Ball abgibt und wo man selbst den Weg zum Korb suchen sollte, war das Wichtige. Schließlich kommt Bestert nicht aus einer Basketballfamilie und bekam nicht als erstes Weihnachtsgeschenk einen Mini-Basketball in die Wiege gelegt. Dementsprechend hat der junge Aufbauspieler seine ganz eigene Wurftechnik. „Er verteidigt und gibt alles, um einen Weg zu finden, um zu punkten. Entweder er kommt selbst zum Korb, oder er macht den entscheidenden Pass.“

Neben dem Training bei Zweitligaprofi Kreis, dessen Profispiele er in der Halle verfolgt und von denen er sich Tricks abschaut, sieht sich Bestert hauptsächlich Highschool- und College-Basketball an. Sein Ziel ist es „schon mal, vielleicht Basketballprofi zu werden“, aber zuerst will er mit seinen Mannschaftskollegen eine tolle Saison in der JBBL spielen. Schließlich ist er ja auch noch nicht so lange dabei. Da sind kleine Schritte das Richtige.

Weitere Infos unter: www.psk-lions.de

Foto: Michaela Anderer