„Köln plus  Eifel und Sauerland erfüllen Wintersport-Fans einfach alle Wünsche.“

Wenn Köln eins nicht ist, dann langweilig. Und logisch, das gilt auch für den Winter. Matthias Rötters’ Highlight in der kalten Jahreszeit: die erste Winter-Rennradtour durch das Bergische Land mit anschließender heißer Dusche und dem angenehmen Gefühl, sich ausgepowert zu -haben. Natürlich hat der Kölner noch viel mehr sportliche Tipps auf Lager, die allesamt mit viel Spaß verbunden sind – darunter Bubble-Soccer, Schlittschuhlaufen und Bolzen mit Rheinblick.Wo Hobbysportler im Kölner Winter diese Action finden? Einfach weiterblättern und die vielen Tipps studieren! Rötters interessiert sich für jede spannende Sportart – ob auf der Eisfläche oder auf dem Rasen. Sich selbst würde der Kölner Sportreporter zwar absolut nicht als „Naturtalent“ bezeichnen – doch immerhin hat er schon so ziemlich alles ausprobiert, darunter Marathons, Alpen-Rennradtouren und Sportklassiker wie Badminton oder Yoga. Zudem spielt er Eishockey, seitdem er fünf Jahre alt ist. In der Trainingshalle der Kölner Haie kann man übrigens selbst mal den Puck übers Eis schießen!

Laufstrecken

Wer sich beim Lauftraining steigern will, dem helfen zur Orientierung Laufstrecken mit regelmäßiger Kilometerbeschilderung. Eine der bekanntesten dieser Strecken in Köln ist die Runde um den Fühlinger See, die aufgrund der Nähe zum Wasser auch bei Triathleten sehr beliebt ist. Hier läuft man ziemlich genau 6,5 Kilometer, wenn man an Regattabahn, Surfsee, Auslaufsee und See 6 entlangläuft. Nur ein kleines bisschen kürzer ist die Laufstrecke, die um den Decksteiner Weiher im Äußeren Grüngürtel führt und einem knapp sechs Kilometer pralle Natur bietet. Und gleich drei unterschiedliche Laufstrecken – mit rund 2,5, vier und sieben Kilometern – finden Laufbegeisterte im Blücherpark im -Kölner Stadtteil Bilderstöckchen. Perfektes Training, um am 3. Dezember 2017 beim traditionellen Nikolauslauf zu starten. Für den FunRun oder den zeitlich ambitionierteren Top-Lauf, -jeweils über zehn Kilometer, kann man sich ab sofort anmelden.

Weitere Infos: www.koeln.de/koeln/freizeitsportwww.koelner-nikolauslauf.de

Laufen im Winter
© Thinkstock

Laufen im Team

Zu kalt, zu nass, zu dunkel? Sich im Winter zum Laufen zu motivieren ist nicht immer leicht. Einfacher wird’s mit einer Laufgruppe – und davon gibt es in Köln reichlich. Allein 55 Lauftreffs sind aktuell in Köln gemeldet, weitere 42 in unmittelbarer Umgebung zur Stadt. Auf der Website des Online-Magazins „Laufen in Köln“ findet man sie säuberlich sortiert nach den neun Stadtbezirken Kölns. Aussagekräftige Gruppennamen wie bespielsweise Turbokriecher, Mama macht mehr, Friday Night Lights oder Gemeinsam aufraffen! helfen bei der Auswahl. Die Website bietet auch Informationen zu verschiedenen Volks- und Straßenläufen.

Weitere Infos: www.laufen-in-koeln.de

Skifahren

Auch wenn der Winter mal wieder mit Schnee geizt, können Ski- und Snowboard-Fans ihrer -Leidenschaft frönen. Ganz in der Nähe der Stadt, nur eine Autostunde entfernt, liegt schließlich die Skihalle Neuss, in der man das ganze Jahr über die Hänge hinunterwedeln kann. Zwar fällt die Piste mit 300 Metern Länge kürzer aus als in den Wintersportorten. Dafür ist sie immer perfekt präpariert und bietet mit Extraspuren für Kinder und Anfänger (zehn bis 18 Prozent Gefälle) sowie Profis (28 Prozent Gefälle) jedem das, was er braucht. Auch Snowboarder kommen auf ihre Kosten: Im Funpark können sie sich an Kicker, Box und Rails austoben. Zwei Schlepplifte und ein Vierer-Sessellift sorgen dafür, dass man schnell wieder auf der Piste ist.

Weitere Infos: www.allrounder.de/skihalle

Rodeln
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Eishockey

Ein Eishockeyspiel live zu erleben ist immer ein tolles Erlebnis. Fast noch spannender ist es, selbst mal den Puck über das Eis zu schießen. Die Kölner Haie, achtfacher Deutscher Eishockey-meister, bieten Gruppen die Möglichkeit, in der Trainingshalle des DEL-Teams „Eiszeiten“ anzumieten – zum Eishockey-spielen oder zum Eisfußball. Die entsprechende Schutzausrüstung sowie Schlittschuhe und Schläger können geliehen werden, ein Teambe-treuer hilft beim Umziehen und steht mit Rat und Tat zur Seite. Ergänzend kann sogar ein Trainer mitgebucht werden. Und auch wenn die erste Begegnung mit dem Eis durchaus anspruchsvoll sein kann: Laut Angaben des Clubs gibt es kaum jemanden, der nicht wiederkommt!

Gruppen können ihre Anfrage an service@haie.de richten

Ice, Ice, Baby!

Seit 2011 hat Köln mit dem Lentpark die wohl modernste Hoch-Eislaufbahn Deutschlands zu bieten. In 4,5 Metern Höhe geht’s rund – direkt über dem Schwimmbad im selben Gebäude! Allen guten Eisläufern empfehle ich auf der acht Meter breiten Bahn die linke Spur (hier ist meistens viel Platz). Alle Anfänger sollten sich eher am Rand aufhalten, wo man sich bestens festhalten und stabilisieren kann. Immer samstags von 19 bis 22 Uhr gibt es im Lentpark große Eislauf-Partys mit Lichteffekten und Chart-Hits. Die Eis-Disco für Kinder und Jugendliche steigt bereits von 16 bis 18 Uhr. Schlittschuhe können jeweils vor Ort gegen eine Gebühr geliehen werden. Tipp: Beim Ausleihen genau darauf achten, dass die Kufen auch gut genug geschliffen sind. Wenn der Finger-nagel beim Drücken gegen die Kufenkante keine Minidelle bekommt, dann reicht der Schliff nicht aus!

Wer sich außerhalb der Hallen in und um Köln aufs Eis wagt, sollte vorher online unter www.stadt-koeln.de checken, ob die Flächen auch wirklich freigegeben sind. Die beliebten Villeseen sind beispielsweise ehemalige Braunkohlegruben, die sehr ungleichmäßig tief sind. Die Eisschicht ist an den tiefen Stellen des Sees und in den Bereichen, wo es Strömungen gibt, nicht so dick. Und ob das Eis tatsächlich trägt, ist von außen nicht erkennbar.

Weitere Hallen und Infos: www.lentpark.dewww.eissporthalle-bergisch-gladbach.de,
www.eissporthalle-troisdorf.dewww.stadtwerke-neuss.dewww.baeder-eishalle

Outdoor-Fitness

Neujahrsvorsätze ahoi! Wer fitter werden möchte als ein Turnschuh, der braucht in Köln kein Studio. In diversen Parks und Grünanlagen befinden sich gut gepflegte, öffentliche Fitness-Geräte, die jedermann zu jeder Tageszeit kostenlos nutzen kann. Ein Highlight ist zum Beispiel die Fitness-Area im Inneren Grüngürtel zwischen der Venloer Straße und der Vogelsanger Straße. Hier sieht man nicht nur im Sommer etliche Fitness-Begeisterte an den vielseitigen Geräten für Rücken, Beine, Arme und Bauch. Auch im Winter wird hier fleißig Workout an der frischen Luft betrieben. Wer dagegen einen Drill Instructor braucht, um seinen inneren Schweinehund zu besiegen und sich zum Outdoor-Training aufzuraffen, für den bietet sich das „Bootcamp Köln“ an. Jede Woche werden unterschiedliche Gruppenkurse angeboten. Von der Business-Variante, die auch als betriebliche Gesundheitsförderung eingesetzt werden kann über das Early-Bird-Programm bis hin zu den Fitness-Kursen für Mütter sowie für Studenten sollte für jeden etwas dabei sein.

Weitere Infos: www.calisthenics-parks.comwww.bootcampkoeln.de

Fitness und Springen
@ Stocksy

Boxen

Wer sich in Sachen Fitness mal die volle Kante geben will, der ist beim Boxen genau richtig. Wohl nur hier gibt es die perfekte Mischung aus Ganzkörper-Fitness, Adrenalin und Spaß, verbunden mit einer ganz besonderen Atmosphäre. Ein Anbieter in Köln ist die Boxschule Worthoff, die eine vielfältige Auswahl an Kursen im Programm hat: Vom Training für jedes Leistungslevel über Crash-Kurse, Fitness-Boxen, Boxkurse nur für Frauen bis hin zum beliebten Managerboxen ist alles dabei. Hier kann jeder boxen, der bereit ist, sich auch mal ordentlich zu quälen. Das Training garantiert nämlich neben einem hohen Spaßfaktor am Anfang vor allem eins: Muskelkater! Wiederkehrende Elemente des fordernden Trainings, das in Köln in mehreren Studios (u. a. in Nippes und in der Innenstadt) angeboten wird, sind Seilspringen, Rücken- und Bauchkräftigung, Koordinationsübungen und natürlich die eigentliche Boxarbeit an den Geräten sowie im Trainingsduell mit anderen Kurs-teilnehmern. Egal wie fit man ist: Hier geht jeder platt raus.

Weitere Infos: www.worthoff-boxsport.de

Faszien-Training

Faszien rücken immer mehr ins Blickfeld, sowohl bei Medizinern als auch bei Fitness-Trainern: Die Weichteil-komponenten des Bindegewebes verleihen dem Körper Form, Stabilität und Flexibilität und verändern gerade beispielsweise die Vorstellung von Ärzten zur Entstehung von Rückenschmerzen. Klar, dass aus diesem Grund auch immer mehr gezieltes Faszien-Training angeboten wird, mit dem das Bindegewebe stimuliert werden soll. „Wichtig ist, die Faszien-Schicht regelmäßig zu mobilisieren. Denn wenn sie nicht bewegt wird, verklebt das Gewebe, und das kann für Probleme sorgen“, erklärt Faszien-Trainerin Daggi Meiss, die entsprechende Kurse in Köln und Leverkusen anbietet. Eine gute Übung für den Fuß ist zum Beispiel, einen kleinen Ball – zum Beispiel einen Tennisball – für etwa drei Minuten unter der Fußsohle mit etwas Druck hin und her zu rollen, um dort verklebte Faszien wieder zu lösen. Andere Übungen ähneln sehr stark Bewegungsmustern aus dem Yoga oder Pilates. Wer sich bisher nicht regelmäßig bewegt hat, braucht bis zu einem Jahr, um alle Faszien geschmeidig zu machen. Doch diese Mühe lohnt sich, vor allem für Menschen mit sitzender Tätigkeit.

Weitere Infos: www.daggimeiss.de

Bolzplätze

Plätze zum Kicken gibt es viele in Köln. Doch einige haben es besonders in sich. So ist unser erster Tipp auf dem Dach des Deutschen Sport und -Olympia Museums gelegen – direkt am Rhein! Der 18 x 40 Meter große Platz mit kleinen Toren und großen Fangnetzen bietet ein Fußballgefühl der besonderen Art: Während unten auf der einen Seite die Schiffe und auf der anderen Seite die Autos fahren, brettert man dem gegnerischen Tormann den Ball in den Winkel. So schön kann Kicken sein! Der Haken: Der Platz kann aktuell ausschließlich im Rahmen von Kindergeburtstagen reserviert werden und steht Erwachsenen nur zur Verfügung, wenn sie Eintritt für das Museum gezahlt haben. Dieses ist allerdings immer einen Besuch wert! Einfacher kommt man auf den Jahnwiesen direkt neben dem RheinEnergie-Stadion an einen Platz – diese können nämlich beim Sportamt-Büro der Stadt Köln angemietet werden. Alternativ können Hobbykicker Mitglied in einem Team der Bunten Liga Köln werden, die auf den Jahnwiesen auch in diesem Jahr wieder mit vier Gruppen à zwölf Mannschaften in die Saison gestartet ist. Hier spielen Teams wie -Atletico -Nippes oder Deportivo La Colonia gegeneinander, etliche von ihnen suchen jedes Jahr neue Mitspieler.

Infos zum Panorama-Bolzplatz: www.sportmuseum.de
Infos zur Bunten Liga: www.bunteligakoeln.de

Fußball Zweikampf
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Bubble-Soccer

Schnöder Fußballkick auf dem Feld ist viel zu langweilig? Wie wäre es dann mit Bubble-Soccer? Bei dieser grandios witzigen Fußballvariante, die aus Skandinavien herüber nach Deutschland gerollt ist, müssen die Teams zwar wie gewohnt einen Ball in das gegnerische Tor befördern. Anders als sonst stecken sie dabei aber selbst in riesigen, aufblasbaren Bällen.

Was beim normalen Fußball eher verpönt ist, gehört hier quasi zum guten Ton: Anrempeln oder gar Umschubsen ist ausdrücklich erwünscht! Vollkontakt-fußball eben. Und -komisch für den Zuschauer ist es obendrein noch. In Köln bietet unter anderem die Soccer-World in Lövenich Bubble-Soccer für Gruppen ab acht Teilnehmern an. Gespielt wird 90 Minuten auf einem normalen Indoor-Fußballplatz mit einem normalen Fußball. Was aber auch dank der „Bubbles“ so ziemlich das einzig Normale bleibt.

Für gute Laune sorgt auch die Tatsache, dass beim Bubble-Soccer normalerweise von der ersten Sekunde an die Post abgeht und das Toreschießen zur Nebensache wird. Wobei der Torjubel mit der eingeschränkten Bewegungsfreiheit schon an sich ein weiterer Höhepunkt ist. Kein Wunder, dass Bubble-Soccer besonders bei Junggesellenabschieden, Weihnachts- und Betriebsfeiern und anderen Gruppenveranstaltungen beliebt ist. In der SoccerWorld in Lövenich zahlt man mit einer Gruppe von zehn Personen 290 Euro für 90 Minuten. Wer Geschmack an der witzigen Fußball-variante gefunden hat, der kann sich auf der Website des Deutschen Bubble Football Bunds über weitere Standorte und über die regelmäßig ausgetragenen Meisterschaften informieren. Außerdem können hier die „Bubbles“ – auch „Bumperz“ genannt – für eigene Outdoor-Events gemietet werden. Denn praktischerweise lässt sich Bubble-Soccer tatsächlich überall dort spielen, wo genug Platz ist.

Weitere Infos: www.soccerworld.koelnwww.dbf-bund.de