Offen gesagt: Ich bin eine Schönwetter-Skifahrerin. Mir geht das Herz auf, wenn der Himmel blitzblau ist, die Sonne mein Gesicht wärmt und die schneebedeckten Hänge wie ein Teppich aus kleinen Kristallen glitzern. Da genieße ich den Weitblick. Auf der Piste und darüber hinaus. „Schatz“, sagte neulich mein Freund, der aus Erfahrung weiß, dass ich keinen Fuß vor die Türe und schon gar nicht auf die Skier setze, wenn es stürmt und schneit, oder man kaum die Hand vor Augen sieht, „ich habe die perfekte Wintersportdestination für uns gefunden!“ Da war ich ja mal gespannt! „Mit 100 Sonnenstunden mehr in den Wintermonaten, als dort wo wir im letzten Jahr waren“, schürte er meine Neugierde. „Du meinst doch wohl nicht die Karibik?“, witzelte ich zurück, wohl wissend, dass er unser geliebtes Pulverschneevergnügen niemals gegen einen Sandstrand eintauschen würde. „Kärnten fängt zwar auch mit ‚K’ an, ist aber wesentlich näher“, löste er das Rätsel auf.

Skifahren in Kärnten

Er hat nicht zu viel versprochen. Auf der Südseite der österreichischen Alpen sind die Skipisten besonders sonnig und trotzdem schneesicher. Die Region ist wie für uns gemacht: Eine variantenreiche Berglandschaft mit herrlichen Ausblicken, dazwischen idyllische Seen und ein mildes Winterklima mit besonders vielen Sonnentagen. Ergänzt wird die Wintersportdestination unserer Träume mit vielseitigen Aktivitätsmöglichkeiten abseits der Pisten in den Thermen und kulinarischen Genüssen aus der Alpen-Adria-Küche. Die Vorfreude wurde noch größer, als ich den budgetfreundlichen Topskipass Kärnten sowie die vielen regionalen Skipässe und Pauschalen mit diversen attraktiven Inklusivleistungen sah. Rasch fanden wir beim Gustieren auf www.kaernten.at/kaernten-skigebiete/ unseren perfekten Winterurlaub.

Auf ins Wintervergnügen

Noch am selben Abend kontrollierten wir unsere Skiausrüstung und besprachen, was nach Kärnten mitkommt und was der Sicherheit und dem Komfort halber erneuert wird. Wie jedes Jahr schlüpft mein Freund schon bei dieser Gelegenheit in seine Skischuhe. „Des Gefühls wegen“, wie er sagt. „Stell dir mal vor“, schwärmte er, „31 Skigebiete und mehr als 800 Pistenkilometer! Das ist mehr, als wir bei unserer Anreise von Frankfurt nach Kärnten zurück legen!“ Und weil er weiß, dass es mir beim Urlaub nicht um Superlative wie „schneller, höher, weiter“, sondern um Genuss und Sicherheit geht, erzählte er von breiten, sanften Pisten inmitten einer Kulisse mächtiger Dreitausender. Und von Buckelpisten und Halfpipes sowie Early-Morning-Skiing. Das überlasse ich gerne ihm. Während ich noch in aller Ruhe meinen Morgenkaffee genieße, kann er sich auspowern. Den Rest des Tages verbringen wir gemeinsam – wir erkunden die vielfältigen Pisten oder stapfen in unberührten Naturlandschaften durch den Schnee.

skifahren in kaernten

Ein Winterglücksmoment, der für uns dazu gehört, ist das Fahren abseits der markierten und präparierten Skipisten. Gelegenheit dazu haben wir in Kärnten gleich in mehreren, attraktiven Freeride-Areas: das Gebiet rund um den Großglockner, das Nassfeld, der Ankogel und das Goldeck. Vor Ort werden wir uns näher über eine Skitour am Nockberge Trail erkundigen. Dieses Trekking verbindet die fünf Skigebiete Katschberg, Innerkrems, Turrach, Falkert und Bad Kleinkirchheim/St. Oswald miteinander. Es eignet sich gut für gemütliche Skitourengeher, die gute Kenntnisse im Skitouren gehen haben und konditionell gut drauf sind, aber keine hochalpinen oder ausgesetzten Passagen vorfinden wollen. Das klingt auch für mich verlockend. Weiteres Plus: Beim Nockberge-Trail übernachtet man im Vergleich zu anderen mehrtägigen Skitouren nicht in Matratzenlagern, sondern in hochwertigen (Wellness-) Hotels mit ausgezeichneter Küche.

Aktiv abseits der Piste

Egal ob auf Skiern oder ohne, die gemeinsame Auszeit vom Alltag, an der frischen Luft, ist für uns beide ein richtiger Energiebooster. Ich möchte heuer gerne einmal Langlaufen ausprobieren und am Weissensee, der größten zugefrorenen Eisfläche Europas, inmitten der Winterlandschaft eislaufen. Mein Freund hat Eisklettern, Freeriding und ein Sicherheitstraining im Sinn. Vielleicht kommt er dafür lieber mal mit seinen Kumpels vom Sportverein. Aktivitäten wie „Drei Gletscher an einem Tag“ und „Panzer-Knacker-Iglu“ hört sich genau richtig für die Truppe an.

Skifahren in Kärnten

Die Vielseitigkeit von Kärnten hat mich gleich überzeugt. Kleine Schneehasen, wie meine Neffen, die jetzt 5 und 8 Jahre alt sind, finden auf den Pisten optimale Bedingungen, um zu lernen und Spaß zu haben. Und als Highlight gibt’s eine Pferdekutschenfahrt durch eine tiefverschneite Winterlandschaft oder für ihre Eltern eine Vollmondwanderung mit Schneeschuhen am Dobratsch. Was ich mir auch toll vorstelle – sowohl mit Familie als auch ohne: von der Piste in die Therme. In Bad Kleinkirchheim sind es vom Wintersportvergnügen tatsächlich nur wenige Schritte in die Therme St. Kathrein. 1.200 Quadratmeter Schwimmfläche und ein Sauna- und Therapiezentrum erwarten uns dort. Die wohltuende Wirkung von Baden und Saunieren ist genau das Richtige für beanspruchte Muskeln und Gelenke. Das wussten und nutzten schon die alten Römer.

Lust am Leben

Die Nähe zu Italien ist auch am hohen Stellenwert der Kulinarik erkennbar. Verlockend und exotisch klingen für uns regionale Spezialitäten wie Kärntner Käsnudeln, Reindling, Ritschert, Kärntner Laxn, Glocknerlamm, Nockalmrind und Gailtaler Speck. Den Zirbenschnaps wollen wir zum Aprés-Ski unbedingt verkosten. Meine Freundinnen haben mir aufgetragen, sie mit Fotos per WhatsApp nicht nur über Pistengaudi und Hüttenspaß, sondern auch über die Alpen-Adria-Küche am Laufenden zu halten. Als begeisterte Genießerinnen sind wir neugierig, wie die Kärntner Köche Regionales und alte Traditionen mit Einflüssen aus Italien und Slowenien zu einem schmackhaften Ganzen verbinden.

Skifahren in Kärnten